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Geschrieben von: Florian Pfannenstein   
Donnerstag, den 17. März 2011 um 21:24 Uhr

Explodierende Energiekosten

 

Aufgrund der seit Jahresbeginn explodierenden Energiekosten sehen wir uns als Jusos verpflichtet über die aktuelle Situation zu informieren.

 

Der Preis für einen Liter Super 95 hat mittlerweile einen durchschnittlichen Abgabepreis von 1,60€ erreicht. Der Preis für einen Liter Diesel liegt bei 1,45€.

 

Aus welchen Gründen haben die Preise so stark angezogen? Die genauen Gründe hierfür können uns wohl nur die Mineralölkonzerne selbst sagen. Die bisherigen Begründungen „Krisen im Nahen Osten“ oder „Erholung der Wirtschaft“ rechtfertigen zwar einen kleinen Anstieg der Kosten aber nicht in solch einer Höhe.

 

Jährlich schießen zudem die Preise an der Zapfsäule zu Ferienbeginn in die Höhe. Komischerweise finden die Konzerne immer eine fadenscheinige Begründung hierfür.

 

Anbei zeigen wir die Entwicklung der durchschnittlichen Preise für Super und Diesel seit dem Jahr 1950 in 5 Jahresschritten.

 

 

 

 

Jährlich streichen die Energiekonzerne steigende Gewinne in Milliarden Höhe ein. Einer der führenden Energiekonzerne Deutschlands die E.ON AG hatte im Jahre 2009 einen Konzernüberschuss in Höhe von 8,65 Mrd. Euro zu verzeichnen. Die endgültigen Zahlen für 2010 liegen noch nicht vor. Bei solch hohen Überschüssen stellt sich die Frage, wie die Konzerne die jährlichen Energiekostensteigerungen realistisch begründen wollen. Die oft verwendete Begründung „die Beschaffungskosten“ seien gestiegen kann und darf nicht Jahr für Jahr als Begründung genügen, solange die Energie- und Mineralölkonzerne Milliardengewinne einsteichen.

 

Anbei finden Sie Aufstellungen für den Jahresstromverbrauch für einen 3 Personenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh in €/kWh

 

 

 

 

und eine Aufstellung über die Preisentwicklung der Rohölsorte „West Texas Intermediate“ pro Barrel (=117,35 Liter). Es handelt sich jeweils um Durchschnittspreise.

 

 

 

 

Es muss sich sicherlich die Frage gestellt werden, wie lange sich die Bürgerinnen und Bürger sich diese Willkür der Energie- und Mineralölkonzerne noch gefallen lassen werden.

 

Fest steht, dass unsere Bundesregierung etwas gegen die immer weiter steigenden Preise unternehmen muss.